Stichwort:

Oberschule

Die zehnklassige allgemeinbildende polytechnische Oberschule war als Pflichtschule der grundlegende Schultyp im Bildungssystem der DDR. Die zehnjährige Schulpflicht an den Oberschulen wurde ab 1959 schrittweise umgesetzt. In der Oberschule wurde nach einer einheitlichen Stundentafel und nach einheitlichen Lehrplänen unterrichtet. Die Oberschule als Ganzes sollte einen polytechnischen Charakter tragen. Der Aufbau der Oberschule begann 1951 mit der Schaffung der ersten Zehnklassenschulen (ab 1956 Mittelschulen; ab 1959 Oberschulen). Dem Unterricht lagen eine verbindliche Stundentafel, verbindliche Lehrpläne und Schulbücher sowie entsprechende Unterrichtsmittel zugrunde. In der Oberschule war das Klassenunterrichtssystem das Organisationsprinzip. Der Unterricht wurde i.d.R. in Fachunterrichtsräumen durch Fachlehrer erteilt. Für die Schüler der Klassen 1 bis 4 bestand ein Schulhort (®
Hort). Geleitet wurde die Schule durch einen Direktor. Für die Führung der einzelnen Schulklassen waren Klassenlehrer verantwortlich. Die Oberschule gliederte sich in drei Stufen ®
Unterstufe, ®
Mittelstufe und ®
Oberstufe. Die Oberschule war die Hauptwirkungsstätte der Pionierorganisation und in den Klassen 9 und 10 der FDJ. 


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