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Erweiterte Oberschule (EOS)

Die Erweiterte allgemeinbildende polytechnische Oberschule war eine auf der zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule aufbauende (zweijährige) Oberschule mit naturwissenschaftlichem, neu- und altsprachlichem Zweig sowie der Betonung spezieller Fächer. Sie diente der Hochschulvorbereitung und schloss mit dem Abitur ab. Sie umfasste die Klassenstufen 11 und 12 der Oberschule. Die Aufnahme sollte nach dem Leistungsprinzip unter Beachtung der Sozialstruktur der Bevölkerung und dem Geschlechterverhältnis erfolgen. Bis zum Schuljahr 1967/68 erfolgte der Übergang zum 4jährigen Besuch der EOS nach der 8. Klasse der POS. Ab dieser Zeit bis 1983 wurden als Übergangsregelung 2 Vorbereitungsklasse für die EOS geschaffen. Aber auch in dieser Zeit konnten die Eltern von Schülern nach Abschluss der regulären 10. Klasse der POS einen Antrag zur Aufnahme in die EOS stellen. Ein solcher Übergang war jedoch eher selten. Die Erweiterte Oberschule (EOS) bereitete unmittelbar und ausschließlich auf die Hochschulreife vor, auch wenn ein Teil der Abiturienten anschließend eine Berufsausbildung zum Facharbeiter im Rahmen der Aus- und Weiterbildung der Werktätigen erwarb. Eine Ausbildung zum Facharbeiter neben der Vorbereitung auf den Erwerb der Hochschulreife, wie sie das Bildungsgesetz von 1965 noch vorsah, erfolgt seit 1967/68 in den EOS nicht mehr.

 


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