Stichwort:

 

Betriebsgewerkschaftsorganisation/Betriebsgewerkschaftsleitung (BGL)

Die BGL war eine von den Mitgliedern des FDGB für die Dauer von 2 gewählte Leitung der gewerkschaftlichen Grundorganisation in Betrieben, Verwaltungen und Institutionen. Sie vertrat die Gesamtinteressen der Belegschaft. Zur Arbeit mit der Jugend stützte sich die BGL auf den gewählten Jugendausschuss. Die BGL schloss mit der Betriebsleitung Vereinbarungen ab, wie z.B. den BKV, den betrieblichen Jugendförderungsplan, die Arbeitsschutzvereinbarung und die Betriebsprämienordnung. Sie vertrat die Werktätigen in Arbeitsrechtssachen. Kündigungen und Neueinstellungen von Beschäftigten bedurften der Zustimmung bzw. Mitwirkung der BGL. Nach dem Prinzip "Ein Betrieb eine Gewerkschaft" waren alle FDGB-Mitglieder eines Betriebes Mitglied derselben Industriegewerkschaft bzw. Gewerkschaft. Die Mitglieder an den Volksbildungseinrichtungen waren in der Gewerkschaft "Unterricht und Erziehung" organisiert. Die FDGB-Mitglieder an den allgemeinbildenden Schulen wurden in Schulgewerkschaftsorganisationen mit eigener Schulgewerkschaftsleitung (SGL) zusammengefasst. Die Rechte gegenüber der Betriebsleitung (Kreisschulrat) wurden durch den Kreisvorstand der Gewerkschaft "Unterricht und Erziehung" wahrgenommen.

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